Nina Zopes

Nina Zopes, seit 20 Jahren arbeite ich als Physiotherapeutin und musste im Laufe der Jahre feststellen, dass wir den Problemen der Menschen immer hilfloser gegenüberstehen. Unsere Lebensweise wird auf vielfältige Weise immer ungesünder und Schmerzgeschehen werden komplexer. Was ist da los? Was kann man tun?  Die Antworten darauf sind unendlich und um mich breiter aufzustellen, begann ich mit der Osteopathie. Im Rahmen dieser Kurse fiel mir auf, dass ich auch ganz schön komisch bin. Eigentlich wusste ich schon immer, dass ich ganz schön komisch bin. Mein Plan war nie, mich sonderlich mit mir selbst zu befassen, es hat ja immer alles so weit funktioniert. Aber „soweitfunktioniert“ ist nicht frei und glücklich. Nicht frei und furchtlos. Nicht frei und nach vorne schauend. Also schau ich mal weg von den anderen rechts und links und hin zu mir selbst. Das war erstmalziemlich hässlich. Ist es immer noch. Aber es wird immer leichter und - ganz pathetisch - mein Herz wird immer leichter. Mir jeder hässlichen Wahrheit, die ich aus dem Dreck ziehe, wird mein Herz erst schwerer und dann viel leichter.